Gedanken zum Ende des 2. Weltkrieges


Tag der „Befreiung“?

Am 8.Mai 2010 werden Vertreter der Partei „Die Linke“ eine „Kundgebung und Kranzniederlegung zum 65. Jahrestag der Befreiung, Sonnabend, den 8. Mai 12:30 in er Gedenkstätte Seelower Höhen“ veranstalten. Gäste sind Dimitri Tscherkaschin, 1. Sekretär der russ. Botschaft in Deutschland, Am Dr. Dagmar Enkelmann, MdB, Bettina Fortunato, MdL


Zwar hat der damalige Bundespräsident der Bundesrepublik Deutschland am 8. Mai 1985 eine der herausragendsten Reden zur Vergangenheitsbewältigung Aller Deutschen gehalten, die auch heute noch Bestand hat, aber – dem Kalten Krieg geschuldet – er hat die Nachkriegsentwicklung der sowjetische besetzten Zone und der DDR weitgehend ausgespart. In den Anfangspassagen der Rede hat er den 8. Mai 1945 als „Tag der Befreiung“ bezeichnet. Wahrscheinlich berufen sich die Linke gerade deswegen auf ihn.


Hierzu sagen ich, sagen wir als Liberale:

Wehrt Euch gegen die Geschichtsfälschung der Linken,

lehnt Euch gegen die Verhöhnung der Opfer der kommunistischen Gewaltherrschaft auf

wendet Euch gegen die überhebliche Weigerung der Linken,

sich der Vergangenheit zu stellen.


Der 8. Mai 1945 war nicht der Tag der Befreiung.

Er war zunächst einmal der Tag der militärischen Niederlage des nationalsozialistischen Deutschlands.

Die Alliierten Truppen der USA, der Sowjetunion, Großbritanniens und Frankreichs sowie der Polen und anderer Länder haben dem mörderischen politischen Nationalismus des Deutschen Reiches ein endgültiges militärische Ende bereitet.

Dafür gebührt den Toten ein ehrendes Gedenken.


Aber dass der 8. Mai ein Tag der Befreiung war, das ist größtenteils eine Falschinformation sondergleichen: Das Militär kann gar keine Freiheit bringen, das macht vielleicht die Politik. Das Militär kann zerstören und töten, drohen und besetzen, siegen und besiegt werden, aber es kann keine Freiheit bringen. Und es kann auch schützen. Im Osten Deutschlands und Europas hat das sowjetische Militär am 8. Mai 1945 die Falschen geschützt und deren Epigonen am 9. November 1989 den Schutz entzogen.


Dazwischen gab es die Befreiung nur für Wenige: die in den Konzentrationslagern schmachteten, die in den Gefängnissen warteten und für die Kriegsgefangenen fremder Streitkräfte, wenn sie denn dorthin gerieten, wo Freiheit herrschte und sie nicht wegen Kollaboration an die Wand gestellt wurden. Außerdem gilt „Befreiung“ für die von Deutschen Truppen und deutschen Bürokraten besetzen Gebiete in Europa.


Für die Menschen im Osten brach die Freiheit nicht aus.

Einige kommunistischen Totengräber der Weimarer Republik kamen

frisch vom Massenmörder Stalin geschult, aus Moskau, um die

zweite Diktatur auf deutschem Boden zu errichten.

Sie hatten keine Legitimation und stützen sich auf die sowjetischen Bajonette, Straflager und Schauprozesse nach sowjetischer Manier und auf die

sowjetische Militäradministration.


Sie zwangen die Sozialdemokraten zur Einheitspartei. Sie fälschten Wahlergebnisse. Sie unterdrückten die Liberalen. Sie machten widerstrebenden Politikern den Prozess,

verschleppten sie nach Moskau und ermordeten sie dort.

Sie schickten die deutschen Kriegsgefangenen nach Sibirien und brachten die meisten dort um.

Sie enteigneten die Grundbesitzer, die Industrie, zwangen die Bauern in die Kollektivierung, destruktiv, aus Machtgründen

Sie demontierten die Industrieanlagen als Reparation und nahmen den ostdeutschen Bürgern die Chancen zur Freiheit durch eigene Leistung,

Sie vernichteten mit Terror und Enteignungen den Mittelstand

und verhinderten ein einiges Deutschland, das dem Willen des gesamten Deutschen Volkes entsprochen hätte.


Vernunftgründe, die Argumente der Freiheit, wurden teilweise mit dem Tode bedroht.


Zu Millionen wurden Menschen entschädigungslos aus den Deutschen Ostgebieten vertrieben. Auch unsere Nachbarn, die Polen wurde aus ihren Heimatregionen von den Sowjets vertrieben, damit sie sich deren Land aneignen konnten. Auch die Russen selbst wurden in die nun neuen - ehemals polnischen – Westgebiete inklusive Nordpreußens vertrieben

Freiheit sieht anders aus.


Das war „die Freiheit“, die die Truppen im Osten und ihre kommunistischen Handlanger brachten: Der Volksaufstand 1953, die Mauer 1961 – und die Flucht von mehreren Millionen Menschen aus diesem „Hort der Freiheit“


Es ist ein Zynismus sondergleichen, wenn die Nachfolger dieser Handlanger der zweiten Diktatur auf deutschem Boden nun den Tag der Befreiung bejubeln.

Sie hatten überhaupt keinen Anteil an der Formulierung der Grundrechte.

Sie hatten keinen Anteil an der Formulierung und Durchsetzung der Menschenrechte.

Die Freiheiten mussten gegen ihren erbitterten Widerstand in der ersten erfolgreichen friedlichen Revolution vom Deutschen Volk im Osten Deutschlands neu geschaffen werden.


Seit der Friedlichen Revolution haben sie es versäumt, die Vergangenheit aufzuarbeiten. Die Hand zur Versöhnung, die der SPD-Ministerpräsident von Brandenburg ausstreckte, bespuckte sie mit dem Hohn ihrer traditionellen Verunglimpfung der Freiheit.


Ich fordere daher den Ministerpräsidenten von Brandenburg auf, sich eindeutig gegen eine solche Geschichtsfälschung auszusprechen. Sie ist höhnische gegen seine Versöhnungspolitik gerichtet.

Ich fordere die Mitglieder der Opferverbände der kommunistischen Gewaltherrschaft und des Unrechts in der DDR auf, gegen diese ungeheure Anmaßung Widerstand zu leisten. Sie müssen Widerstand leisten gemäß Grundgesetz, weil diese Handlanger teilweise an der Regierung sind.

Ich fordere alle Bürger auf, Widerstand zu leisten gegen die Menschen einer Partei, die nicht aufgehört hat, ihr zynisches Werk in ihrer Propaganda, Desinformation und Zersetzung weiter zu betreiben.


Freiheit gehört allen Menschen. Die Liberalen waren und sind die Partei der Freiheit.


Hans-Viktor Hoffmann, Siedlerstraße 7 15345 Rehfelde


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